wait, watch and wonder...

warte, schaue und wundere Dich...

Da es während der Behandlung kaum möglich ist alle Fragen zu beantworten und auch alle Antworten zu behalten, gibt es hier eine pauschale Info zur Kinderbehandlung in unserer Praxis.

Sie haben unsere Praxis aus bestimmten Gründen aufgesucht.

Vielleicht handelt es sich um rein körperliche Probleme, körperlich-psychische Probleme oder rein psychische Probleme bei Ihrem Kind...

Unser Schwerpunkt ist, die Gesundheit für Körper, Seele und Geist zu fördern und zu schauen, wie wir der Gesundheit helfen können, sich durch zu setzen und zu manifestieren. Dabei spielen die gezeigten Probleme nur in sofern eine Rolle, dass wir sie als Wegweiser zur Gesundheit nutzen.

Wir behandeln nicht direkt Symptome, sondern schauen, wie sie entstanden sind und was nötig ist, um zurück zur „richtigen“ Anatomie und Funktionieren des Körpers und des Geistes zu finden.

Dazu müssen wir die Geschichte hören, fühlen und sehen...

"Die Weisheit im jetzigen Geist und Körper ist das gelungene Ergebnis von 500 Millionen Jahren Evolution"

„Gesundheit zu finden sollte die Aufgabe des Arztes sein. Krankheit kann jeder finden.“ (A.T. Still, Begründer der Osteopathie)

Osteopathie an sich ist nicht nur eine Therapieform, sondern an Betrachten und Erforschen der körperlichen und geistigen Existenz aus dem Blickwinkel von Anatomie, Psychologie, Soziologie und Ganzheit in seiner lebendigen Entwicklung.

Bildlich springen wir auf ein laufendes Pferd, fühlen uns eine Weile ein, schwingen im Einklang mit und können vielleicht dabei ein wenig Einfluss auf Geschwindigkeit, Korrektur und ein Lenken in bestimmte Richtungen geben. Dann springen wir wieder ab und das Pferd läuft weiter...

 

Was passiert da eigentlich? Ist doch nur Handauflegen?

Jeder Mensch trägt in sich einen so genannten individuellen Behandlungsplan.

Das ist vergleichbar mit dem ursprünglichen Architekturplan, wenn Sie ein Haus bauen möchten.

In diesem Plan steht drin, wo alles seinen Platz haben muss, damit alles funktionieren kann.

Dieser Plan als wertvollster Schatz ist sehr sensibel und ein wertvolles Dokument, dass ein Mensch nur unter sehr geschützten, sicheren und entspannten Situationen präsentiert.

Kinder und Babys sind auf dieser Ebene sehr empfindlich und brauchen ihre Zeit zum Aufbau von Vertrauen. Dabei spielt es eine Rolle, ob sich nur ein verschobener Wirbel zurücksetzen soll, oder schwere Traumen behandelt werden.

Die erste Sitzung mit ihrem Kind dient der Kontaktaufnahme, dem Erzählen, dem Abschätzen, dem Schauen und dem Gefühl, ob, wir die richtigen Personen sind.

Sie und ihr Kind lernen uns kennen und wir lernen Sie und ihr Kind kennen... Wir hören uns von Ihnen beiden die Geschichte und ihr Anliegen an, damit wir schauen können, ob wir die nötige Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit haben.

Sie und ihr Kind schauen, ob Sie uns vertrauen können, ob sie sich sicher fühlen. Dann „erzählt“ uns ihr Kind in seiner „Körpersprache“, während Sie uns das alles berichten, ob es eine Relevanz hat oder nicht.

Keine Sitzung wird von Ihnen oder uns kreiert, wir gehen nur mit dem, was das Kind möchte und wo es sich auf uns einläßt. Deshalb werden viele Dinge in Anwesenheit des Kindes erzählt und wir schauen auf seine Reaktionen.

Stellen Sie sich vor, sie müssen ihre gesamte Existenz (Familie,  Kinder, Geld, Vermögen, Haus, Hof, Auto, Altersvorsorge, etc.) einer Person komplett anvertrauen, die damit arbeiten soll. Wieviel Vertrauen, Zutrauen und Sicherheit brauchen Sie da? Geht dieses Abgeben von Sicherheit an eine Ihnen fremde Person gleich beim ersten und zweiten Kontakt? Welche Fragen haben Sie selbst an diese Person, was brauchen Sie von dieser Person?

Das ist mit der reinen verbalen Kommunikation mit den Eltern kaum zu erreichen. Dazu gehört viel Gefühl und Empathie von beiden Seiten.

Kinder fragen oft ihre Eltern mit Gesten oder Blicken: „Darf die mich anfassen? Darf die das wissen? Darf die an meinem Körper manipulieren? Soll und kann ich hier meine Version der Geschichte erzählen?

Keine Angst, alle Dinge, die uns da erzählt werden, verbleiben im Raum und werden aus Respekt, Achtsamkeit und natürlich Schweigepflicht bewahrt. Nichts, was Sie nicht wünschen, dringt von unserer Seite nach Außen...

In der ersten Sitzung dürfen wir vielleicht schon kleine Manipulationen am Körper machen, die erste Erleichterung bringen. Denken Sie dabei an das laufende Pferd...

Die wirkliche Stabilisierung und nachhaltige Korrektur im Plan beginnt in der Regel in der 2. – 4. Sitzung.

In diesen folgenden Sitzungen erfahren wir nach und nach, was mehr zu tun ist und wo die Ursachen für die Probleme liegen. Das ist oft ganz anders, als Sie und wir in der ersten Sitzung vermuten und braucht eben dieses Vertrauen, sich zeigen zu dürfen.

Es gibt auch kein Maß, an dem Probleme in ihrer Schwierigkeit und Stärke gemessen werden können. Es ist ganz individuell und liegt im Kind selbst, wann es etwas mit uns arbeiten möchte und wie lange und wie oft es dies braucht.

Demnach können wir Ihnen nicht sagen, wie viele Behandlungen nötig sind. Nur soviel, je jünger der Patient, desto weniger Geschichte gilt es anzuschauen.

Es gibt auch keinen linear beobachtbaren Fortschritt von Behandlung zu Behandlung. Manchmal ist die erste Behandlung ein riesiger Erfolg und die weiteren Erfolge sind weniger sichtbar, Manchmal braucht es 5-6 Behandlungen, bis die ersten Erfolge sichtbar werden. 

„In diesem Wesen findet Ihr alles repräsentiert, was Himmel und Erde enthalten, Verstand, Materie und Bewegung, vermischt mit der Weisheit des Schöpfers.” (Andrew Taylor Still)

Woran erkenne ich, dass die Behandlung etwas bringt?

Bei körperlichen Problemen sind die Erfolge oft „sichtbar“, weil die Bewegungseinschränkung oder die Schmerzen oder andere Dysfunktionen weniger werden, bzw. „verschwinden“.

Sie erkennen die „anderen“ Erfolge an der Zufriedenheit, Entspanntheit und ausgeglichenen Aktivität des Kindes. Daran, wie gut es mit Ihnen in Kontakt geht, ob es mit Ihnen kommuniziert. Und besonders an der Entwicklung auf körperlicher und seelisch-emotionaler Ebene.

Dabei ist spielt es erstmal keine Rolle, ob es mit Ihnen streitet oder kuschelt oder sie anlächelt. Kontakt ist wichtig und Ausgeglichenheit zwischen Aktivität und Entspannung.

Bei Babys erkennen wir einen Fortschritt in dem ausgewogenen Verhältnis zwischen Schlaf- und Wachphasen, entspanntes Trinken, wenig Bauchspannung, wenig Spucken, kein Schluckauf und besonders am entspannten „sich weniger Sorgen machen“ und ungestressten Zustand der Mutter.

Die Babys lassen sich leicht und schnell beruhigen, machen einen zufriedenen, angekommenen und „glücklichen“ Eindruck.

Kinder dürfen Bedürfnisse zeigen und viel Kontakt suchen, denn die ersten 5 Lebensjahre sind soziale Prägungsjahre.

Kinder lernen, wie Familie und Zusammenleben funktioniert und dazu gehört jede Art von Kontakt und Kommunikation und Grenz(en)-Erfahrung. 

Wie oft müssen wir kommen, wie lange dauert die Behandlung?

„Gras wächst nicht schneller, wenn man zieht!“

Eine Behandlungsserie umfasst mindestens 3 Sitzungen, erst dann können wir einschätzen, ob die Korrekturen sich stabilisieren.

Bei Kindern mit bleibenden Einschränkungen auch 6 - 8 Sitzungen im Jahr.

Die Abstände zwischen den Sitzungen sind auch individuell gestaltet und werden vom Kind entschieden.

Zwischen den ersten 3 Sitzungen sind sie in der Regel kürzer. Später eher 4 – 6 Wochen.

Sie sehen nun, dass wir keinen Behandlungsplan im Vorfeld aufstellen können, sondern nach der 1. oder 2. Sitzung individuell entscheiden.

Wichtig ist, dass die Termine so gelegt werden, dass weder das Kind noch Sie gestresst in die Praxis kommen und das Kind nicht auf für es selbst wichtige Aktivitäten verzichten muß.

Wir setzen für jeden Termin 60 Minuten vom Ankommen in der Praxis bis zum Verabschieden an und stellen das auch so in Rechnung, auch wenn nicht jede „Behandlung“ so lange dauert (mind. jedoch 30 Minuten).

Wenn ein Kind und sein „Innerer Plan“ signalisiert, dass es für heute genug hat, beenden wir die Sitzung in respektvoller Achtsamkeit dem Kind gegenüber.

Die Kinder sind unsere Klienten und müssen von uns so behandelt werden, dass sie sich wohl und nicht überfordert fühlen. Sonst „arbeiten“ sie nicht mehr mit uns und ohne ihre Zustimmung, können wir nicht arbeiten.

Wir hoffen, dass Sie das als Eltern verstehen.

Bitte setzen Sie ihr Kind da nicht unter Druck.

Unter Druck kann sich niemand entspannen, sich selbst fühlen und schon gar nicht entfalten.

Keine Blume blüht auf und wächst gerade, wenn die Blüte zusammengehalten wird! Jedes Kind hat da sein eigenes Tempo.

Die craniosacrale Therapie und Biodynamik ist eine sehr fördernde Behandlung, Prophylaxe (wie U-Untersuchungen) und Früherkennung um ein gesundes Wachstum zu unterstützen.

Viele Langzeitforschungen haben gezeigt, dass eine regelmäßige Behandlung des Nervensystems das wirkliche Potential ihres Kindes zum Vorschein bringen kann.

Ein Musikspieler kann sein Können nur auf einem fein abgestimmten und eingestimmten Instrument zur vollen Entfaltung bringen.

Die Craniosacrale Osteopathie ist ein Werkzeug zur Feineinstimmung des Gehirns und Nervensystems und kann bei Kindern in der Entwicklung immer wieder auch prophylaktisch eingesetzt werden.

Alle weiteren Fragen beantworten wir gerne am Ende einer jeweiligen Sitzung.

Sollte ihr Kind zusätzlich homöopathische oder andere Medikamente von uns bekommen, bitte ich sie uns anzurufen, falls irgendwelche „Unverträglichkeiten“ oder andere Auffälligkeiten da sind, damit wir das gemeinsam klären können.

Bitte warten Sie nicht bis zum nächsten Termin, auch ein anderer Therapeut oder Arzt kann nicht wissen und einschätzen, um was es wirklich geht.

Allerdings bleibt der Notfall hier außen vor...

Meistens werden die wirklich relevanten Details der Geschichte nicht erzählt, weil die Eltern nicht wissen können, ob es wichtig ist.

Wichtig sind für uns zur Info:

Natürliche oder künstliche Befruchtung, frühere Schwangerschaften, Abtreibungen, Fehlgeburten, Krankheiten in der Schwangerschaft, Stressbelastungen in der Schwangerschaft für die Mutter, familiäre Belastungen oder Ereignisse für die Mutter, vorzeitige Wehen, Geburtsverlauf (Einleitung, Medikamente, Narkosen, Interventionen, Sauglocke, Zange, Kristella (Drücken auf dem Bauch)),

Unterbrechung des Hautkontaktes nach dem Geburtsaustritt zur Mutter (z.B. mit dem Papa zum Waschen, Absaugen, Untersuchung auf dem Tisch...),

Unterbrechung des Kontaktes in den ersten 12 Wochen nach der Geburt (Wochennest)

IMPFUNGEN (Impfungen im ersten Lebensjahr unterbrechen die „normale“ Entwicklung von Herz/Lunge/Darm/Immunsystem. Sie beinhalten Schwermetalle/Quecksilber, Antibiotika, Cortikoide, Thiaminsulfat (Hauptallergikum)

Unfälle, Stürze, extreme Situationen, Streß, Schulprobleme, Trennungen von oder der Eltern,..

Krankheiten, Medikamente (auch Tees, Zäpfchen, Globulis, Vit-D-Prophylaxe), Operationen, ...

Familiäre Situation, Geschwister, Trennungen, Streß innerhalb der Schwangerschaft (auch wenn es nicht direkt mit der Schwangerschaft zu tun hat)

Wir wünschen Ihnen und besonders ihrem Kind schöne und gesundheitsfördernde Zeiten in unserer Praxis.

Sie sollen sich aufgeklärt und gut aufgehoben fühlen.

Ihr Feedback ist für uns wichtig, damit wir weiterhin lernen, verbessern und Qualität sichern können. 

 

Alea und Kathrin